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Statusbericht 2005

Artikel vom 10.09.2006

Aus dem Vorwort

Der Statusbericht zur Lebenssituation alkohol- und drogenabhängiger Klient(inn)en bestätigt die wesentlichen Ergebnisse der Vorjahre. Dennoch sei auf die zwar unterschiedliche, jedoch insgesamt außerordentlich hohe gesundheitliche, psychosoziale, justizielle und biographische Belastung des betreuten Personenkreises hingewiesen.

Die vorliegenden Daten weisen wie in den Vorjahren auf den Hilfebedarf hin, mit dem sich das Suchthilfesystem, vor allem aber auch die Sozial- und Bildungspolitik auseinandersetzen muss.

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Spezialthemen

Zwei zusätzliche Spezialauswertungen legen detaillierte Ergebnisse zur Lebenssituation von jeweils etwa 1000 cannabisabhängigen beziehungsweise glücksspielabhängigen Klient(inn)en in der ambulanten Suchthilfe vor.

Glücksspiel.
In: Martens, M. S. u. a.: 2005. Ambulante Suchthilfe in Hamburg. Hamburg 2006, S. 68-74

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Neuerungen

In diesen Bado-Bericht sind drei wesentliche Neuerungen eingegangen:

  1. Die Bado wurde insgesamt überarbeitet, verschiedene Items wurden ergänzt beziehungsweise modifiziert, so dass auch der Export von aggregierten Daten in den Deutschen Kerndatensatz möglich wurde.
  2. Es wurden die Datenexporte der Dokumentationssysteme umfangreich überprüft. Alle eingesetzten Systeme erfüllten die Voraussetzungen und wurden vom BADO-Fachvorstand zertifiziert. Damit ist eine hohe Qualität der gelieferten Daten gewährleistet.
  3. In die Bado 2005 wurde erfolgreich erstmals eine Verlaufsdokumentation (VERLAUDO) integriert. Während es bislang unter Nutzung des besonderen doppelten Codierungssystems möglich war, mehrjährige Veränderungen von Klient(inn)en zu beschreiben, ermöglicht die VERLAUDO jetzt auch die Darstellung von Veränderungen bei einzelnen Betreuungsverläufen. Ausgangspunkt ist dabei der in verschiedenen Merkmalen erhobene Status zu Betreuungsbeginn. Die Veränderungen können bis zum Betreuungsende oder bei laufenden Betreuungen bis zum aktuellen Zeitpunkt beschrieben werden. Die ersten VERLAUDO-Ergebnisse sind außerordentlich bemerkenswert.

Es konnte weiterhin eine deutliche Verbesserung der körperlichen und psychischen Verfassung sowie ein Rückgang des needle-sharings bei den Drogenabhängigen aufgezeigt werden, wobei die erreichten Verbesserungen bei längeren Betreuungszeiten in der Regel größer waren.

Die Grenzen der Suchthilfe treten jedoch dort auf, wo es um Veränderungen der sozialen Situation geht: Die Klient(inn)en erzielten keine oder geringe Fortschritte bei der Integration in Arbeit oder Ausbildung, bei der Schuldenregulierung oder der Verbesserung der Wohnsituation. Hier sind vor allem die Hamburger Arbeitsgemeinschaft SGB II, das Ausbildungssystem oder die Wohnungslosenhilfe beziehungsweise entsprechende Vernetzungen gefragt.

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